Schutzeinrichtung zur Erfüllung der DIN EN 81-A3
In einer Kooperation mit der LM Liftmaterial GmbH und der NewLift GmbH wurde diese Schutzeinrichtung entwickelt, die basierend auf dem mechanischen Zusammenspiel zwischen Geschwindigkeitsbegrenzer und Fangvorrichtung auch die elektronischen und elektrischen Anforderungen der EN81-1/2:1998+A3:2009 zum Schutz gegen unbeabsichtigten Fahrkorbbewegungen bei offenen Türen erfüllt.
Diese Lösung erlaubt es die Geschwindigkeitsbegrenzer beliebig mit Fangvorrichtungen zu kombinieren und auch das Bindeglied, die elektrisch programmierbare Auswerteeinheit, schränkt die Wahl der einzusetzenden Steuerung nicht ein.
Die Schutzeinrichtung ist sehr flexibel und geht weit über das Schutzniveau der DIN EN81-1/2: 1998+A3:2009 hinaus, da das System insbesondere auch Treibfähigkeitsverluste berücksichtigt.
Mittels umfangreicher Diagnosemöglichkeiten erkennt der Betreiber schnell und zuverlässig System- und Fehlerzustände. Kurze maximale Ansprechzeiten der Geschwindigkeitsbegrenzer und eine schnelle Systemreaktionszeit sichern zudem kurze Anhaltewege und schaffen Puffer in der Anhalteweg-Berechnung.
Das System wird verkabelt geliefert und erspart dadurch unseren Kunden einen erheblichen Verdrahtungsaufwand und reduziert zeitraubende Fehlersuche aufgrund von Verdrahtungsfehlern.
Baumustergeprüfte Lösung 1:
Basierend auf der Baureihe der neuen Geschwindigkeitsbegrenzer HJ 200 SBO/U, HJ 250 SBU oder HJ 300 SBU (Einsatz für Nenngeschwindigkeit von v=0,15m/s bis v=3,00m/s), bildet die Anbaukomponente „Absinkverhinderung“ die Aktorik zum frühzeitigen Aktivieren der Fang-vorrichtung. Es ergeben sich keine Bremsverzögerungen und kein Verschleiß von Bremseinrichtungen die berücksichtigt werden müssen. Das Auslösen des Pendels bei Übergeschwindigkeit bleibt von dieser Einrichtung unberührt.
Die Absinkverhinderung besteht aus einem permanent bestromten Hubmagnet, dessen Bolzen sich beim Abfallen der Magnetspule bei weiterer Drehung des Rades so unter das Pendel schiebt, dass dieses blockiert. Hierbei wird ein Öffnerkontakt des Sicherheitsschalters betätigt und der Sicherheitskreis der Anlage unterbrochen. Alle weiteren elektronischen Anforderungen nach PESSRAL, müssen bei Lösung 1 selbstständig realisiert werden.
Vorteile Lösung 1:
| - | Kostengünstig |
| - | Berücksichtigt Treibfähigkeitsverluste |
| - | Flexibel und variabel mit eigener Elektronik kombinierbar |
| - | Kurze Reaktionswege aufgrund der hohen Anzahl an Sperrpositionen (Fangnocken GB) |
Baumustergeprüfte Lösung 2:
Basierend auf Lösung 1 werden hier mittels eines zusätzlichen redundanten Magnetfeldsensors, der mit zwei voneinander unabhängigen Sensoreinheiten direkt am Begrenzerrad arbeitet, die Einfahr- und Nachregulierungsgeschwindigkeit, sowie hohe Beschleunigungen bei geöffneten Fahrkorb- und/ oder Schachttüren überwacht. Dank der hohen Auflösung ist die Sensorik auch als Schachtkopierung einsetzbar (Auflösung < 1 mm, 2600-3800I/U). Ein weiterer Vorteil: Die Montage des Sensors auf der Innenseite des Begrenzerrades bietet zusätzlichen Schutz und vergrößert nicht die Bauteilabmessungen.
Die Überwachungselektronikbox SA3-S, die als Bindeglied zwischen Geschwindigkeitsbegrenzer und Steuerung dient, wertet die Geschwindigkeits-informationen der Gebersignale sowie die Fahrtzustandsinformationen aus der Steuerung aus und steuert die Absinkverhinderung am Begrenzer an. Über eine zweistellige 7-Segment Anzeige werden im Display der Box die wichtigsten Betriebszustände über Türen, die Türzone, das Ein- und Ausfahren, das Nachholen und Fehlerzustände angezeigt.
In Übereinstimmung mit der DIN EN81-1/2: 1998+A3:2009 gewährleistet das System für die Zustandsüberwachung und Nachbildung der Überwachung der Schließstellung und Verriegelung der Schacht- und Fahrkorbtüren das Schutzniveau SIL-Level 3. Bei Einbindung der Absinkverhinderung in Lösungsvariante 2 ist es nicht vorgesehen, dass der Hubmagnet in der Haltestelle bei offenen Türen abgefallen ist. Ein unnötiges Fehlauslösen durch schwere und/oder ruckartige Beladung wird somit vermieden!
Vorteile Lösung 2:
| - | Berücksichtigt Treibfähigkeitsverluste |
| - | Erfüllt die PESSRAL Anforderungen |
| - | Plug and Play, Lieferung vollverkabelt mit Steckern |
| - | Kabelsätze zum Direktanschluss an die NewLift FST-Steuerung lieferbar |
| - | Beladungszustände führen nicht zu unnötigem Fehlauslösen |
| - | Vereinfachte Abnahme, da Gesamtsystem mit Elektronik zertifiziert ist |
| - | Kann als Schachtkopierung verwendet werden, da Sensorik hochauflösend ist |
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